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Planet Gandorff

Runskes Tier

Rupert Gandorff, 1.06.2009, 15:55 Uhr

Das Schwein schrie heute zuerst. Bruno Runske wusste: Es dauerte nicht mehr lange, bis der Hund zu kläffen anfing. Die anderen Vorstandsmitglieder sahen ihn enerviert oder spöttisch an. Löns Brauner schmulte durch seine Halbbrille, während er über seine Schulter den Bären fütterte, den seine Frau ihm zu ihrem zweiten Hochzeitstag aufgebunden hatte.
„Okay meine Herren!“, seufzte Armin Ranske, Erster Stellvertretender Schriftführer der AasCorp, „kümmern wir uns erst mal um unsere Tiere.“

Die AasCorp war nationaler Marktführer unter den Tiernahrungsproduzenten. Bruno Runske war privilegiert.
Denn er hatte Freunde im Labor, die ihm leckere Pasteten und Bratlinge herstellten. Aus Hundefutter und Kartoffelschalen, schimmligen Brotresten, verdorbenem und versauertem Quark und ranzigem Fisch. Es sah ganz okay aus. Nur Geruch und Geschmack waren grauenerregend.

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Traum zum Einheitsfeiergeburtstag (zu früh)

Rupert Gandorff, 17.09.2008, 9:58 Uhr

Mich träumte, daß die wieder gewonnen hätten (sie sind einfach zurückgekommen) und das Land wieder in zwei Teile geteilt werden würde.
Zum Abschied gab es in einem großen Parkettsaal noch ein üppiges Frühstück. Genauer gesagt, zwei identische Säle, geteilt durch einen quadratischen Raum in der Mitte, Flügeltüren nach links und rechts.
Alles prächtig, nobel. Drinnen saß das ganze Volk. Alle achtzig Millionen, es sah aber nach weniger aus.
Es gab überall genau gleich angerichtete Buffets. Beckers Orangensaft. Ich ging rüber, in den anderen Saal, meine Cousinen aus München waren auch da.

Dann auf der Wiese: Die Entenfamilie: Mutter, Kinder. Ganz jung und flaumig. Sie müssen schnell fliegen lernen; sie müssen weg. Eins war uns allen besonders ans Herz gewachsen, es sollte mitkommen. Die Tür des Frühstückssaales schwingt weit auf und trifft das junge Entlein am Kopf. Lautlos rutscht es auf der Seite übers Parkett.

J. ist auch hier. Wo ist sie? Ich will in den anderen Saal. Plötzlich wissen wir nicht mehr, welcher der bessere ist. Wir sind traurig; wegen der Teilung – ab morgen wird alles so wie früher sein: ohne Frühstück, ohne Hin- und hergehen.

Meine Entscheidung ist klar. Ich will in den anderen Saal gehen. Alte brummelnde Bayern nörgeln, daß im Osten die Infrastruktur jetzt besser ist. Niemand weiß, auf welcher Seite des Saales die Diktatur herrschen wird. Alles ist geheim. Ich denke, daß ich in einen Saal mit J. kommen muß

Und dann werde ich wach. Auf dem Hof schleift jemand die Dielen ab.

Beim Kaffee checke ich Mails und kann bei dem Lärm meine eigenen Gedanken nicht hören.

Denke daran, wie ich 1989 im November die Öffnung verschlafen habe. Muß die Nachrichten einschalten. Sofort!

 

Martin. Eine kleine Elegie über Arbeit.

Emil Bernstein, 8.08.2008, 19:23 Uhr

Eingeladen wurde er von einer quietschenden Telefonstimme vor genau sieben Tagen. Einer Frau, die bisher nur auf Bauernhöfen Zeit totschlug und gackernden Hühnern nacheiferte, so schien es ihm jedenfalls.

Frau Lein. Die unerwartet freundliche Sekretärin öffnet ihm die Tür, dann schleicht Martin herein. Er ist jung und hungrig aufs Leben, während der alte Professor vor einem Berg Mechanik sitzt. Er ist schwer beschäftigt und brütet nach einer Lösung. Martin kommt näher und räuspert sich höflich. Das Zimmer ist prächtig eingerichtet und einladend muffig. Jetzt erkennt er das Gerät auf dem Schreibtisch: eine Kaffeemaschine ohne Verdeck, für echten FKK-Kaffee. Aber der Professor, dessen Name ihm nicht einfällt, findet keinen Knopf, um sie einzuschalten. Und Martin hat er auch noch nicht bemerkt. Der Professor fährt sich durch die weiße Mähne und greift zum Telefon: „Ja, hallo? Frau Lein? Ja, bitte kommen Sie schnell. Ich brauche Sie hier.“ weiter »

 

Bäng! Bäng!

Rupert Gandorff, 9.07.2008, 18:13 Uhr

Schreit es mich an: Das Wetter, die Sonne, die Menschen, die Cafés, die Kinder, die Hunde, die Autos, die Bauarbeiter, die Blumen, das Bier, verkleckertes Eis, zerfetzte Plakate.

Hejahoo, wohlan, er versucht’s mal wieder, der alte Bursche im ewig grünen Kleid. Sommer ja, bitte, erbarme dich unser!

Schenk uns Wärme, Hoffnung, das kleine Glück und he! Wedele doch ein bißchen von der Kohle rüber, die sich jede Woche mehr und mehr um den Helmholtzplatz stapelt.

 

Die ganze Pracht eines herrlichen Seins.

Emil Bernstein, 16.05.2008, 10:19 Uhr

In meinem Haus wohnen zwei Männer. Sie treffen sich jeden Tag einmal. Genau eine Stunde. Nur die beiden. Quatschen über Arbeit, Familie, Probleme. Der eine im schlabberigem Unterhemd und der klassischen Schnellfickerhose, die Kippe im Mund – der andere auch. Kaum sind die 60 Minuten rum, knallen sie die Haustüren hinter sich zu. weiter »

 

Walter (komplett)

Emil Bernstein, 9.05.2008, 19:07 Uhr

Wers braucht: den kompletten Walter, den ganzen Kerl. Teilüberarbeitet und doch nie ganz taufrisch. Unser Walter eben. weiter »

 

Walter (letzter Teil)

Emil Bernstein, 4.05.2008, 13:41 Uhr

Fortsetzung von dem hier.

Walter kratzt sich etwas Erde aus den Haaren. „Da staunen Sie, was? Und wissen Sie woher ich weiß, dass Ihre Schuhe eigentlich nicht weiß sind?“ Walter ahnt was. Nachdem Rolf ins Auto bretterte, schmierte sich Walter die Hundescheiße am Hosenbein ab und musste dringend pinkeln. Er ging vorbei am Auto auf den spießigen Rasen eines spießigen Reihenhauses mit einem oberspießigen Wintergarten. Aber was weiß Pisse denn schon über Spießer? weiter »

 

Ein Knochenjob.

Emil Bernstein, 2.05.2008, 21:46 Uhr

Immer dieser Stress am Morgen! Schnell die weiße Schminke runter, dann die Clownsmaske ab. Einfach ekelhaft! Dieser Schweiß unter dem Ding. Und dann überall nur rote Fussel! Jetzt noch schnell das schwarze Ledergeschirr zurück auf den Bügel und die Gummistiefel gleich darunter. Diesmal die grünen. Manche Leute sind echt schräg drauf! Sie muss sich jetzt ranhalten, ihr Tagesjob wartet nicht ewig. weiter »

 

Walter (Teil 4)

Emil Bernstein, 2.05.2008, 16:33 Uhr

Fortsetzung von dem hier.

„Wir also die Bürschchen vertrieben, und dann sind wir rüber zu Stulle. Eigentlich ja Oskar Stullkind. Is son Frittenbudenfritze, der macht klasse Bouletten. Musste mal probieren.“ „Ich mag keine Bouletten.“ „Macht nüscht, der hat auch Bratwurst. Jedenfalls wir zu Stulle, aber der hatte schon zu. weiter »

 

Aus der Serie: Faszinierende Frauen des Industriezeitalters: 100 Jahre Gisette Paulinger. Versuch einer Biographie.

Rupert Gandorff, 2.05.2008, 2:46 Uhr

Eine der faszinierendsten und schillerndsten Frauen des vergangenen Jahrhunderts ist sicherlich Paulette Gisette Paulinger. Diese mutige Frau, die in einer Zeit, als das noch ein Risiko war, neue Wege in der Womens Liberation beschritt, ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Anläßlich ihres Jubiläums wird im folgenden Abriß versucht, die Höhepunkte ihres Lebens zu beleuchten.

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